Energiemedizin

Unter Energiemedizin versteht man eine Diagnose- und Therapieform, die auf der Hypothese aufbaut, dass der Körper neben biochemischen Prozessen auch von biophysikalischen Vorgängen gesteuert wird, die man in der Erfahrungsheilkunde allgemein als (Lebens-) Energie (das „Chi“ der Chinesen) bezeichnet. 

Die Energiemedizin geht davon aus, dass diese Energie bestimmten Gesetzmäßigkeiten gehorcht (den Regeln der klassischen Akupunktur), dass Veränderungen des Chi feststellbar sind und auf Befindlichkeitsstörungen hinweisen können und schließlich, dass über eine gezielte Therapie dieser Energieverschiebungen auch die damit gekoppelten körperlichen oder mentalen Störungen gebessert werden bzw. verschwinden können. 

Diese Annahmen sind derzeit schulmedizinisch unbewiesen, das heißt, vom schulmedizinischen Standpunkt sind derzeit alle tatsächlichen oder vorgeblichen Erfolge der Energiemedizin in allen ihren Zweigen eine Placebowirkung und/oder eine Folge einer unbewussten positiven Arzt-Patientenbeziehung.

Die einzelnen Fachrichtungen der energetischen Medizin umfassen in Deutschland und Europa Tausende Therapeuten, die jeweils in Fachverbänden organisiert sind.